Manifest des Ästhetizismus

chronos

 

Vorwort:

Die Synthese von kosmischen Gesetzmässigkeiten mündet in (der) Schönheit. Die Schönheit ist die Verkörperung des ästhetischen Ideals. Unter Ästhetik fällt Wahrnehmung, Empfinden und Sinnlichkeit. Die ästhetistische Schönheit versteht sich somit sinnlich. Das Mittel der Ästhetik ist der Schöpfergeist, denn Sinnlichkeit sehnt sich nach Neuem. Schönheit ist Reiz, Würde und Herrlichkeit zugleich. Darüber hinaus charakterisiert sich Schönheit harmonisch und zyklisch. Das Symbol von Schönheit und Ästhetizismus ist der chromatische Kreis Chronos.

 

Ehrlichkeit - Mannigfaltigkeit – Empfänglichkeit

Das ästhetistische Hendiatris:

Ehrlichkeit ist nicht (nur) Liberté, aber Anständigkeit, Offenheit und Freimut.

Mannigfaltigkeit ist nicht (nur) Egalité, aber Vielfältigkeit, Buntheit und Pracht.

Empfänglichkeit ist nicht (nur) Fraternité, aber Gemeinsamkeit, Verständnis und Affinität.

 

Verneinende Ziele:

I. Abschaffung von Eigentum: Das Monopol über Dinge und Ideen gehört höchstens der Gemeinschaft.

II. Abschaffung von Herrschaft: Je einflussreicher, desto asketischer. Je eigensinniger, desto anarchistischer.

III. Abschaffung von Kriegsgier: Nur Intellekt, Geschick und Ausdauer brauchen sich zu duellieren.

IV. Abschaffung von Indoktrinierung: Weder Kirche, noch Schule, noch Sippschaft sollen fremden Geist einengen.

V. Abschaffung von Gewissheit: Weder Lehre, noch Haltung, noch dieses Manifest sind das Mass der Dinge.

 

Bejahende Ziele:

XI. Schaffung von Grundeinkommen, Freiland und Rationalisierung.

XII. Schaffung von meritokratischer Anarchie.

XIII. Schaffung von grenzlosen Gemeinschaften und einer kosmopolitischen Weltsprache.

XIV. Schaffung von Nährboden für Neugier, Kreativität und Genialität.

XV. Schaffung von Weltanschauung des Perspektivismus, Opportunismus und Mutualismus.

 

(Abhandlung folgt…)
 

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